OFF.2 – mit dabei: Kunstraum-unten

OFF.2

Hong Kong Derrick Barge (Duisburg), kunstraum unten (Bochum), PAErsche / Marita Bullmann (Köln/Essen)
13.11. – 11.12.2016 | Eröffnung: Sonntag, 13.11.2016
Einführung: Dr. Uwe Schramm

Rübezahlstraße 33
45134 Essen
http://www.kunsthaus-essen.de

Das Projekt „OFF.2“ fühlt sich im Sinne der Nachhaltigkeit den mit dem Vorgängerprojekt „OFF-Orte im Ruhrgebiet“ formulierten und umgesetzten Ideen verpflichtet. Auch bei „OFF.2“ geht es um die Sichtbarmachung eines künstlerischen Potenzials, das sich ruhrgebietsweit in Form von OFF-Räumen und OFF-Initiativen abseits etablierter Kunst- und Ausstellungsorte entwickelt. Das Projekt will die vielfältige OFF-Szene im Ruhrgebiet vorzustellen, die Konzepte hinter den OFF-Räumen und Initiativen sichtbar zu machen und deren künstlerisches wie gesellschaftliches Selbstverständnis im Rahmen von be-sonderen Ausstellungsformaten, Bild- und Videodokumentationen sowie öffentlichen Diskussionsforen beleuchten. Darüber hinaus geht es bei der Umsetzung des Projektes um die modellhafte zukunftsorientierte Vernetzung der OFF-Räume mit bereits bestehenden Ausstellungsorten wie Künstlerhäuser und Kunstvereine. Als öffentliche Ausstellungs- und Diskussionsplattform fühlt sich „OFF.2“ der Sichtbarmachung einer Kunstszene verpflichtet, die weit mehr zu bieten hat, als improvisierte Ausstellungsräume für junge Kunst. OFF-Räume prägen und fördern längst auch die soziale sowie kulturelle Stadtentwicklung. Vorzugsweise angesiedelt in urbanen Quartieren, wo die Mieten für Ladenlokale und Wohnungen vergleichsweise bezahlbar sind, tragen Initiativen dazu bei, dass sich ein kreatives Milieu im Sinne von Bottom-Up-Ansätzen aus vorhandener Infrastruktur und den Quartierbewohnern entwickelt.
Beteiligt sind bei „OFF.2“ die Kunsträume „Hong Kong Derrick Barge“ (Duis-burg) und „kunstraum unten“ (Bochum). Darüber hinaus tritt mit dem Performance-Netzwerk PAErsche eine Initiative hinzu, die selbst keinen festen Spielort besitzt, sondern an verschiedenen Orten in NRW und insbesondere im Ruhrgebiet, sowohl in geschlossenen Räumen, als auch an urbanen Orten performative Auftritte inszeniert.

 

Kunsthaus Essen (Infos, Wegbeschreibung, …)

 

Matthias Danberg – Gewinner des BLOOOM Art Award 2016 (ART.FAIR Köln 2016)

Nominierte und Sieger des BLOOOM Award 2016

BLOOOM ART Award von Warsteiner präsentiert auf der ART.FAIR Köln 2016

Als internationaler Kunstpreis für die nachhaltige Unterstützung von Künstlern wurde der BLOOOM Award nunmehr sechs Jahre in Folge unter der Schirmherrschaft der Brauerei Warsteiner, verliehen. In diesem Jahr bestand die Jury aus Catharina Cramer, Schirmherrin und geschäftsführende Gesellschafterin der Warsteiner Gruppe; Yasha Young, Direktorin und Kuratorin der Urban Nation; Prof. Stephan Berg, Leiter des Kunstmuseums Bonn; Joko Winterscheidt, Gastgeber und Grimme-Preis-Sieger; und Walter Gehlen, Direktor und künstlerischer Leiter der Art.Fair und Blooom. Sie wählten zehn Finalisten aus, deren Kunstwerke 35.000 Besucher der Art.Fair Köln gezeigt werden. Die Ausstellung ist eine große Chance für die Künstler, die Aufmerksamkeit von Galerien, Kuratoren und Sammlern zu wecken, dauerhafte Kontakte zu knüpfen und ihre Karriere zu erweitern.
Für die 6. Auflage des BLOOOM Awards wurden über 2.000 Einsendungen aus 84 Ländern der Jury vorgelegt. Unter den zehn Finalisten, deren Arbeit für die Kunstausstellung in diesem Jahr ausgewählt wurde, wurde der dritte Preis an den niederländischen Künstler Femke Huurdeman verliehen, Rahel Zaugg aus Deutschland kam den zweiten Preis.

Matthias Danberg aus Bochum, Deutschland, Gewinner des BLOOOM Awards 2016, präsentierte ein Video mit dem Titel Sculptures, in dem der Künstler klassische antike Formen mit der modernen Sprache des Science-Fiction-Genres verbindet. In der 17-minütigen Computeranimation sehen wir Motive, die zwischen transhumanischen Sci-Fi-Geschichten und skulpturalen Arbeiten definiert sind.
Seine künstlerischen Bemühungen werden durch ein einjähriges Mentoring-Programm, eine Reise zur Art Basel Miami Beach, sowie € 1500 „Taschengeld“ anerkannt!

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Die Arbeiten der 10 nominierten Künstler sind vom 27. bis 30. Oktober für die Besucher der ART.FAIR in Köln zu sehen.

 

Sculptures from Matthias Danberg on Vimeo.

noctiLuce

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Ab Freitag, 28. Oktober 2016 zeigen Miriam Berger, Marthe Hannken-Illjes, Cristina Prims Vicario und Raoul M., alle Studierende an der Kunstakademie Münster, unter dem Titel „noctiLuce“  eine übergreifende 3D-Video-Mapping-Installation aus vier individuellen Arbeiten.

Exakt zugeordnete Projektionen  von Bildern, Animationen oder Videos legen sich wie eine lebendige Hülle über eine bestehende Oberflächenstruktur von dreidimensionalen Objekten. Diese und die darauf gezeigten Projektionen  verschmelzen  zu einer neuen Einheit. Dem Betrachter wird das Gefühl einer neu erschaffenen Wirklichkeit vermittelt.  Projection Mapping mit mehr oder weniger klare Begrenzungen stellt die traditionelle zweidimensionale Art von Projektion in Frage.  Es erweitert die Grenzen unserer Wahrnehmung und öffnet die Tür zur virtuellen Realität. Den Künstlern bieten sich damit ganz neue Möglichkeiten und Wirkungen.

Jede einzelne Arbeit präsentiert daneben die ganz individuellen Konzepte und Ideen, Haupt- und Nebenthemen der beteiligten Künstlern. Das Ganze wird zusammen mit einer Ton-Einführung von Roul M. vorgestellt.

Ausstellungsdauer: 28. Oktober – 25. November 2016
Öffnungszeiten: Di und Fr  15:30 – 18:30 Uhr und nach Vereinbarung

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Kunstraum-unten
in der
U-Bahnstation Schauspielhaus – Zwischenebene
Hattinger Str. 1
44789 Bochum
Tel.: 0176 99303685
www.kunstraum-unten.de
www.facebook.com/kunstraum.unten

60/70 – Kunst in Kooperation

 Gemeinschaftsausstellung anlässlich des

60-jährigen Jubiläums Westfälischer Künstlerbund e.V. und

70-jährigen Jubiläums bochumerkünstlerbund e.V.

 

Eröffnung: Freitag 16.09.2016, 19:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 17.09. (Museumsnacht) – 16.10.2016
Öffnungszeiten: Mi – Sa 13:00 – 18:00 Uhr, So 12:00 – 17:00 Uhr

 

Baukunstarchiv NRW (ehemaliges Museum Ostwall)
Ostwall 7, 44135 Dortmund

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Der neue Kunstkalender 2017 des bochumerkünstlerbundes ist erschienen!

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Die Mitglieder des bochumerkünstlerbundes wollen mit dem jährlichen Kalender 2017 zum 64(!) Mal ihren Beitrag zum Bochumer Kulturleben leisten.

Aus 35 eingereichten Entwürfen wurden 12 Werke ausgewählt, die die Bochumer Kunstfreunde Monat für Monat durch das Jahr begleiten sollen. Arbeiten von so renommierten Bochumer Künstlern wie Barbara Grosse, Klaus Nixdorf, Sabine Gille, Felix Freier, Gisbert Danberg, Sabine Hey, Angela Schilling, Peter Wiethoff , Engels&Kraemer, Werner Block , Helmut Meschonat und Gabriele Elger sind in nummerierter und limitierter Auflage im Kalender zu sehen. Bei den Bildern im Offset-Litho, Siebdruck, Stempeldruck, und Linolschnitt, bei den Fotografien, Computergrafiken und experimentellen Arbeiten handelt es sich ausschließlich um aktuelle, signierte Originale, die speziell für den Kalender angefertigt wurden. Die Motive decken die unterschiedlichsten Bereiche ab. Vom nahezu gegenständlichen fotografischen Abbild über die raffiniert abstrahierende Zeichnung zu fast surreal anmutenden Bildwelten bis hin zur informellen bloßen Struktur öffnet sich ein Spektrum zeitgenössischer Kunst.
Individuelle Informationen über die einzelnen Werke finden sich in einem ergänzenden Personenblatt.

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45 €
Preis
4-Gille-netz
Sabine Gille
Januar
2-Barbara-Grosse-netz
Barbara Grosse
Februar
3-Sabine-Hey-netz

Sabine Hey

März

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Gisbert Danberg

April

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Felix Freier

Mai

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Helmut Meschonat

Juni

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Werner Block

Juli

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Klaus Nixdorf

August

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Peter Wiethoff

September

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Angela Schilling

Oktober

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Engels&Kraemer

November

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Gabriele Elger

Dezember

 

Die Gesamtauflage ist beschränkt auf nur 450 Exemplare! Ein Teil ist durch jährliche Abonnenten schon reserviert. Weitere Exemplare werden über das KunstMuseum Bochum, die Geschäftsstelle des bkb (skepper@bochum.de), die zentralen Bochumer Buchhandlungen (Buchhandlung Janssen, Mayersche Buchhandlung, Buchhandlung Mirhoff & Fischer /ehem. Napp) und die Bodegas Rioja vertrieben.

 

Geschäftsstelle des bkb:

Kulturbüro, Westring 32, 44777 Bochum,
St. Kepper, Tel. 0234 910 3953,
E-Mail: skepper@bochum.de, www.bochumer-kuenstlerbund.de.

 

Preis: 45 Euro (incl. Kartonverpackung)

 

 

Die Krux des Künstlerseins oder Unzulänglichkeiten des Kunstbetriebs

Linda Schroer

Die im Ruhrgebiet beheimateten Künstler Matthias Danberg und Sven Piayda diskutieren in ihrer auf digitaler Bildproduktion bzw. -bearbeitung basierenden Praxis die Grenzen künstlerischer Medien. In der gemeinsam konzipierten Ausstellung „Tragic Kingdom (Exquisite Boredom)“ im Kunstraum-unten in der Bochumer U-Bahnstation „Schauspielhaus“ erweitern sie in Bildern, Videos sowie einer Soundarbeit ihre bisherigen Fragestellungen durch die Auseinandersetzung mit der Krux des Künstlerseins sowie den Unzulänglichkeiten des Kunstbetriebs.

Frustration, Desillusionierung, Mangel an Bestätigung, Unsicherheit und Infragestellung der eigenen künstlerischen Arbeit bestimmen die Situation vieler junger KünstlerInnen. Matthias Danberg und Sven Piayda, die animierte Videos und digitale Fotografie für ihre künstlerische Praxis nutzen, geht es nicht anders. Während beide Medien vom Kunstbetrieb anerkannt und längst Eingang in die Institutionen erhalten haben, bleibt der Kunstmarkt zögerlich (Ausnahmen wie die weltberühmten Koryphäen der digitalen Fotografie und Sammlerinnen wie Julia Stoschek bestätigen die Regel). Ein Grund dafür ist die theoretisch endlose Reproduzierbarkeit, die sich gegen die Vorstellung des Unikats sowie des Originals richtet. Auch wenn die Etablierung auf dem Kunstmarkt keineswegs Intention der eigenen künstlerischen Arbeit ist, so zwingt der Wandel von der Einflussnahme der Museen und der Kunstgeschichte auf den Markt hin zu einer heutigen Herrschaft der Sammler, zu einer steten Reflexion der Verhältnisse.

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Dass diese Entwicklung nicht zum Ausstieg aus der Kunst führen muss, sondern als Motivation und Antrieb zu reflexiver künstlerischer Produktion genutzt werden kann, zeigt die Ausstellung im kunstraum unten. Meist geht dies mit der Befragung der selbst gewählten künstlerischen Ausdrucksmittel einher: Im Ausstellungsraum stellen drei filmplakatartige, an Stilmittel der Portraitfotografie angelehnte Prints, Figuren aus  Matthias Danbergs epochalen Videoarbeiten wie Filmstars dar. Der intermediale Ansatz erinnert an den seit der Antike geführten Wettstreit der Künste, dem sogenannten „Paragone“.  Hier diskutiert man seit der Antike theoretisch die Vorzüge der eigenen Gattung gegenüber der Konkurrenz. Dies mit der Intention, die bildende Kunst, vorrangig die Malerei, vom Status des Handwerks in den artes mechanicae zu befreien und zu den artes liberales, den freien, geistigen Künsten, zu erheben. Hier geht es um Fragen nach Tradition, Originalität, Legitimität und Anerkennung.

Sven Piayda reflektiert daneben in fünf digital manipulierten Fotografien den Betrieb Kunst. Hier erkennen wir Anspielungen auf den kunstmarkthintergehenden Thomas Schütte und auf wirtschaftliches (Des)Interesse, finden Anekdoten über Aufopferung und Instrumentalisierung sowie Geschichten über Wahrheit und Realität.

Diese Arbeiten im Ausstellungsraum werden durch zwei Vitrinen im Gang der U-Bahn-Station erweitert. Jeweils zwei Videoarbeiten laufen hier für die Besucher oder die flüchtig Vorbeieilenden und fügen dem Ausstellungskonzept eine ironische Brechung hinzu: Die ehemalige Nutzung der Vitrinen als Werbefläche spielt mit der Präsentation von Kunst als Ware. Worum Danberg und Piayda hier werben ist Aufmerksamkeit. Während ersterer mit zwei animierten, GIF-ähnlichen Videos die internetbedingte, äußerst kurze Aufmerksamkeitsspanne heutiger Betrachter bedient, fordert Piayda das Verweilen und Beobachten ein. Die langsame Bewegung der riesigen Parabolantenne über eine bewaldete Landschaft ragend, schürt die Erwartungshaltung des Betrachters, die am Ende durch Ereignislosigkeit unterlaufen wird.

Matthias Danberg und Sven Piayda verwandeln in der Ausstellung „Tragic Kingdom (Exquisite Boredom)“ ihre Unzufriedenheit mit dem kommerziellen Kunstbetrieb in produktives, künstlerisches Schaffen. Anstatt ihm zu entsagen, entstehen subversive, hochaktuelle Arbeiten mit dem Wissen über die Paradoxie, sich selbst innerhalb des kritisierten Systems zu bewegen. Denn sie sind sich darüber bewusst: Wirkung benötigt Öffentlichkeit.

 

Der 1981 in Bochum geborene Matthias Danberg studierte zunächst Kunst und Philosophie an der Universität Dortmund und ab 2004 an der Kunstakademie Münster bei Prof. Michael von Ofen. Von Ofens malerisches Werk changiert zwischen Figuration und Abstraktion auf Basis einer steten Reflexion des Mediums der Malerei. 2010 verließ Danberg als Meisterschüler die Akademie und erhielt 2013 den Düsseldorfer Förderpreis für Bildende Kunst / Neue Medien. Heute lebt und arbeitet er in Düsseldorf.

Sven Piayda wurde 1977 in Gelsenkirchen geboren und studierte von 1998 bis 2003 Gestaltungstechnik an der Universität Duisburg-Essen.  Seit 2006 geht er einer Lehrtätigkeit für Bildbearbeitung, vektorbasiertes Gestalten, computergenerierte Bilderstellung, digitale 3D-Gestaltung und Audiovision nach. 2016 erhält er den Förderpreis des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft.